Radsport 
 
Rennrad-Technik

 

„Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden, wie beim Fahrrad.“
Adam Opel (1837-95)
Deutscher Fahrrad- und Automobilhersteller, Gründer der Firma Opel

 

Download:       ==> Excel-Tabelle zum Berechnen der Entfaltungen (Excel-Vorlage xlt, 136k)

 

Rennräder:

1. Canyon Ultimate

2. Neuaufbau auf Basis Trek 1.2

3. Umbau (Rekonstruktion) Diamant Rennrad (Bj. 1987)
    (Beschreibung zum Umbau siehe unten)


 


Alt vor Neu
- Diamant und Canyon

 


Canon Ultimate AL F8
Rennrad mit sehr leichten AL-Rahmen und Ultegra-Ausstattung

 


Standardkurbel für große "Entfaltung"

 


Rennrad mit speziellem Trek-Rahmen

 


Bergtauglichere und für Wintertraining besser geeignete Kompaktkurbel

 


Ultegra-STI ud Bremsen mit etwas größerem Bremsmaß für die Aufnahme breiterer Reifen
(eigentlich sogar noch Platz für spezielle Rennrad-Schutzbleche)

 


Rekonstruktion Diamant Rennrad - Phase 1

 


Rekonstruktion Diamant Rennrad - Phase 2

 


Kurbel mit aktuellem Shimano-Umwerfer und Original-Kurbelblatt

 


Phase 2 mit STI-Hebel Tiagra und längerem Vorbau

 


Neuer Flaschenhalter im Retro-Design

 


Phase 1 noch mit Sora-STI

 


Rasant-Bremsen durch Shimano-Rennradbremsen mit langem Bremsmaß ausgetauscht

 


Original Ledersattel

 


Phase 1 noch mit kurzem Vorbau


 

Umbau des Diamant Rennrades

Die mit Schlauchreifen beklebten alten Laufräder wurden gegen selbst eingespeichte Rennrad-Laufräder ausgewechselt. Bei der Auswahl der verwendeten Teile sollte möglichst die Optik der alten Laufräder erhalten bleiben, das Rad trotzdem stabiler und die im Hobby-Bereich praktischeren Falt- oder Drahtreifen verwendbar werden.

Die neuen Felgen sind hochwertige Holkammerfelgen von Mavic, aber trotz Holkammer kaum sichtbar höher als die alten Originale ohne Holkammer. Die Narben stammen von der Road- oder 105-Serie von Shimano. Die hintere ist die FH-5600. Für den Einbau muss der Rahmen hinten ganz vorsichtig ein wenig geweitet und die Ausfallenden müssen unbedingt wieder zueinander parallel und zur Laufspur in Flucht und symmetrisch ausgerichtet werden. Von den neun Ritzeln ist das kleinste so dicht am Rahmen, das auf deren Verwendung besser verzichtet wird. Das lässt sich aber an der Schaltung sehr gut einstellen (begrenzen). Beim Einlegen der größten Entfaltung bleibt die Kette einfach auf dem 2. Ritzel. Der etwas lockere Bautenzug springt dann noch nicht aus den Halterungen und man gewöhnt sich ja auch schnell daran, ggf. wieder zurückzurasten. Wegen den großen Kettenblättern vorn kann man wirklich getrost auf das kleinste Ritzel hinten verzichten. Die Entfaltung ist sowieso extrem. Und acht nutzbare, statt neun Gänge sind mehr als genug für ein Rad, das mal mit Fünf auskommen musste.

Bereift sind die Laufräder mit robusten Drahtreifen mit 25mm-Breite. So ist das Rad auch über Feldwege rel. pannensicher unterwegs. Und die beigen Flanken ähneln den alten Schlauchreifen.

Die verwendeten 9-fach-STI-Hebel stammen von Shimanos Tiagra-Gruppe.

Da auch ein Schaltwerk, eine Kette und der 2-fach-Umwerfer von Shimano angebaut ist, gibt es keine Schaltprobleme. Es muss aber alles gut ausgerichtet und eingestellt sein. Die Bautenzüge dürfen nicht zu kurz sein, da der Weg besonders nach hinten etwas länger als normal ist. Auch die Kette braucht ggf. einige zusätzlichen Glieder von einer zweiten Kette. Die schmalere 9-fach-Kette läuft erstaunlich gut auf den alten Kettenblättern.

Bei den Bremsen wird es komplizierter. Die alten sind für heutige Ansprüche mir für heutige Ansprüche zu gefährlich. Die Neuen brauchen aber lange Schenkel (langes Bremsmaß), denn das Rad wurde noch für den Anbau von Schutzblechen gebaut. Die Bremsen vorn und hinten wurden getauscht, wegen der unterschiedlichen Bolzenlänge. Vorn wird die Hinterbremse mit kurzem Bolzen im Innern der Vordergabel verschraubt. Hinten wird die Vorderbremse eingebaut und mit Gegenmuttern gesichert.

So erhält man ein Rad mit interessantem nostalgischen Fahrverhalten, aber moderner Haptik und verbesserter Sicherheit. Allerdings steigt das Gesmtgewicht mit den neuen moderneren Komponenten auch etwas an. Aber es soll ja kein Rad mehr für den Renneinsatz sein, wo jedes Gramm zu viel ist. Sehr flott unterwegs kann man aber mit diesem Rad immer noch sein. Der gute Geradeauslauf, der sehr ruhige und sanfte Lauf und die große Entfaltung machen hohe Endgeschwindigkeiten möglich. Nur bei Sprints und schnellen Kurvenwechsel fehlt etwas Spritzigkeit. Steile Anstiege erfodern gut trainierte Beine, denn es hat praktisch kein kleines Kettenblatt, sondern nur ein Großes und ein ganz Großes.

Das Rad hat mit dem Umbau schon einige, auch etwas härtere Touren ohne Mängel überstanden und sich bestens bewährt.

 

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewährleistung. Ein Umbau nach dieser Anleitung kann nur auf eigenem Risiko erfolgen.